Gäubote 08.05.2010

Campingplatz fällt weg

Herrenberg: Jugendhaus-Team neu formiert

Etwa 30 von insgesamt 85 Mitgliedern des Jugendhausvereins kamen am Donnerstagabend im Jugendhaus zur Mitgliederversammlung. Neben einem ausführlichen Jahresrückblick wurde der Erwachsenenvorstand gewählt und ein Abschied gefeiert.

Klaudia Kleinmann

Größtes Projekt des Jugendhausvereins Herrenberg im Jahr 2009 war der Waldseilgarten im Schönbuch. Martin Hering, Diplom-Pädagoge und hauptamtlicher Mitarbeiter im Jugendhaus Herrenberg, schätzt eine Investition von insgesamt ungefähr 68 000 Euro. Die hohen Kosten waren nicht vorherzusehen. “Wir sind immer wieder vom Plan abgekommen”, berichtet Daniel Gutmann, Vorsitzender des Jugendhausvereins Herrenberg. Das geplante Punktfundament konnte nicht umgesetzt werden, neue Statikvermessungen mussten durchgeführt werden, der harte Winter stand im Wege, und man stieß nicht nur im übertragenen Sinn auf Fels. “Das ist eine Rechnung, die kann man so nicht vorhersehen”, erklärt Gutmann. Den anderen Teil der Kosten übernimmt Andreas Feil. Er war ebenfalls hauptamtlicher Mitarbeiter im Jugendhaus und hat sich mit dem Waldseilgarten selbstständig gemacht. Er wurde bei der Mitgliederversammlung herzlich verabschiedet, doch die Zusammenarbeit mit dem Jugendhaus wird der Sozialpädagoge auch weiterhin suchen. Noch im Juni sind elf Termine mit Schulklassen geplant. Zum Abschied bekam Feil bei einem Gläschen Sekt ein Fotoalbum mit Bildern von seiner Zeit beim Jugendhaus.

Nach einer Intervention des Jugendhausvereins beim Gemeinderat wurden die Konsequenzen des Sportplatzumbaus für das Jugendhaus eingeschränkt. “Es gibt momentan keine allzu großen Konsequenzen für uns, außer, dass der Campingplatz für das 48er wegfällt”, stellt Daniel Gutmann fest. Der Campingplatz darf bei dem alljährlichen 48-Stunden-Festival natürlich nicht fehlen und so muss eventuell auf den Sportplatz ausgewichen werden. Nicole Ittner berichtet über die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und einem Angebot von Partys für Jugendliche unter 17 Jahren. Sie betont, dass es gerade bei Jugendlichen im Alter von zehn bis 13 wichtig sei, ein attraktives Angebot zu gestalten und somit das Jugendhaus auch für sie interessant zu machen.

Martin Hering stellt einen Aufwärtstrend bei den Besucherzahlen im Vergleich zum letzten Jahr fest. Bei den sogenannten Schwofs kommen statt ungefähr 200 Leuten im letzten Jahr etwa 600 Gäste. “Das Haus brummt. Hier ist immer etwas los”, freut sich Hering und betont noch einmal: “Wenn die Schwofs gut besucht sind, geht es dem Jugendhaus auch gut.”

Das Jugendhaus-Team, kurz Juha-
Team, wird durch den Abschied von Andreas Feil und dem Mutterurlaub von Nicole Ittner neu zusammengestellt. Das neue Juha-Team besteht künftig aus Martin Hering, Holger Gaus und Verena Schüssler, die Nicole Ittner vertreten wird. Sie war bisher als Streetworkerin tätig und wird ab 18. Mai im Jugendhaus anfangen. Doch nicht nur das Juha-Team wird neu zusammengestellt, auch der Erwachsenenvorstand wird neu gewählt. Regina Schüttoff bleibt weiterhin im Vorstand und neu hinzu kommt Gabriel Sequenz. Er studiert Wissenschaftspädagogik und hat vor zwei Jahren seinen Zivildienst im Jugendhaus geleistet. “Seitdem bin ich oft im Haus. Ich kümmere mich um die Technik bei Konzerten und identifiziere mich auch ein bisschen über das Jugendhaus.”

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