Gäubote 28.07.2003

Stress gab`s nur hinter der Theke

Einen Besucherrekord hat das 48-Stunden-Fest in diesem Jahr sicher nicht aufgestellt. Dennoch: Die Veranstalter können mit dem Erfolg des Festivals zufrieden sein. Das neue “Orga-Team”, zum zweiten Mal für die Organisation verantwortlich, hat seine Arbeit noch besser gemacht als im Jahr zuvor – das “48er” war friedlicher und sauberer denn je.

“Manche meinen”, erzählt Jugendhaus-Mitarbeiter Martin Hering, “es sei weniger los gewesen als im letzten Jahr. Unsere Verkaufszahlen bestätigen das aber nicht.” Das kann auch Nils Syre versichern, der in diesem Jahr schon zum zweiten Mal eine ungemein wichtige Funktion unter den Helfern des 48-Stunden-Festes bekleidete: Er stach die Bierfässer an. “85 Fässer Bier!”, erzählt er. Kein leichter Job: “Man muss dabei einem unglaublichen Druck standhalten. Aber es war dieses Jahr besser organisiert.” Tatsächlich ging das Festival 2003 noch reibungsloser über die Bühne als 2002. Insgesamt waren fast 150 Helfer im Einsatz – so viele Helfer-T-Shirts zumindest wurden gedruckt.

Das Musikprogramm lief reibungslos ab; einzig die Band “Stone cold crazy” musste ihren Auftritt absagen und wurde durch die urschwäbische Hardcore-Band “Breschtling” aus Backnang ersetzt. Eine Gruppe Festivalbesucher, die in der Nähe des Jugendhauses ein Zelt aufgeschlagen hatten und dort ihre eigene Techno-Party feierten, verzog sich, als sich Anwohner aus Affstätt über die Lautstärke beschwerten, in Richtung Stadthalle, um dort weiter zu feiern.

Der angebliche Security-Trupp aus jugendlichen Helfern, der beim 48-Stunden-Fest für Ordnung sorgen wollte, glänzte durch Abwesenheit und erwies sich auch als überflüssig: Hier wurde friedlich gefeiert, Schlägereien gab es nicht, auch keine sonstigen Vorfälle. Lediglich am Samstag mussten Bedienstete der Stadtwerke anrücken, um die Leitung eines defekten Hydranten auszubessern.

Nachts räkelten sich die Besucher vor der Filmleinwand, auf der grelle Trickfilme, Kurzfilme, die “Blues Brothers” und “Lammbock” vorüberflimmerten. Ein großes Problem stellte, wie Martin Hering berichtet, auch in diesem Jahr der so genannte Fremdalkohol dar, der bei dem Festival, das sich ausschließlich durch Getränkeverkauf finanziert, verboten ist. Unzählige Flaschen wurden den Besuchern abgenommen; etliche entgingen den Kontrolleuren. Scherbenhaufen wie vor Jahren gab es dennoch nicht; die Gäste benutzten die großzügig überall aufgestellten Müllboxen – “das ist alles ziemlich gut gelaufen.” – tom -

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